Warum flache Gesichter zum Problem werden
Brachyzephale Tiere haben einen verkürzten Schädel, aber ein normales Volumen an Weichgewebe, wodurch sich die Atemwege verengen. Viele zeigen einen gewissen Grad des brachyzephalen obstruktiven Atemwegssyndroms — verengte Nasenlöcher, ein verlängertes Gaumensegel, eine enge Luftröhre. Hunde kühlen sich vor allem durch Hecheln, und Hecheln durch eingeengte Atemwege ist zugleich weniger wirksam und anstrengender. Kommen Hitze, Lärm und Stress eines Frachtraumflugs hinzu, kann ein Hund, der zu Hause gut zurechtkommt, rasch dekompensieren. Die Beschränkungen bestehen, weil Fluggesellschaften bei diesen Rassen einen überproportionalen Anteil an Todesfällen während des Transports registriert haben.
Welche Tiere betroffen sind
Die übliche Liste bei Hunden umfasst Englische und Französische Bulldoggen, Möpse, Boxer, Boston Terrier, Shih Tzus, Pekinesen, Lhasa Apsos, Cavalier King Charles Spaniels, Bullmastiffs und Japan-Chins. Bei Katzen betrifft es üblicherweise Perser, Himalaya-Katzen, Exotic Shorthair und Burma-Katzen. Jede Fluggesellschaft veröffentlicht eine eigene Liste, und diese stimmen nicht überein, sodass eine von einer Airline verbotene Rasse von einer anderen akzeptiert werden kann. Mischlinge werden häufig einbezogen, wenn die kurzschnäuzige Abstammung sichtbar ist, und das Personal am Check-in trifft diese Entscheidung oft spontan.
Was Fluggesellschaften in der Praxis tun
Die Reaktionen lassen sich in drei Gruppen einteilen. Eine Reihe von Airlines lehnt kurzschnäuzige Rassen im Frachtraum grundsätzlich ab, ganzjährig und auf jeder Strecke. Andere lassen sie nur außerhalb einer saisonalen Sperre oder unterhalb einer Bodentemperaturgrenze an Abflug-, Umsteige- und Ankunftsflughäfen zu. Eine dritte Gruppe akzeptiert sie in der Kabine, wo das Tier in einem klimatisierten Bereich bei Ihnen bleibt, jedoch nicht als aufgegebenes Gepäck oder Fracht. Da sich Richtlinien ändern, holen Sie sich die aktuelle Regel für Ihre konkrete Strecke schriftlich von der Airline ein, statt sich auf einen Forenbeitrag oder ein Reisebüro zu verlassen.
Risiken beim Fliegen verringern
Akzeptiert eine Airline Ihren Hund, verlangt sie meist eine Box, die eine Größe über dem reinen Messwert liegt, mit zusätzlicher Belüftung. Buchen Sie Direktflüge, um einen zweiten Verladezyklus zu vermeiden, und wählen Sie Abflugzeiten mit möglichst niedriger Bodentemperatur — in warmen Monaten früh morgens oder über Nacht. Verzichten Sie auf eine Sedierung: Tierärztliche Leitlinien sind sich einig, dass Sedativa die Atmung dämpfen und die Temperaturregulierung stören — genau die falsche Kombination in diesem Fall. Eine Voruntersuchung mit Fokus auf die Atemwegsfunktion zeigt, ob das Tier überhaupt als Kandidat infrage kommt.
Wege, die den Frachtraum umgehen
Fällt die Antwort negativ aus, bleiben realistische Alternativen auf dem Land- und Seeweg. Straßentransport funktioniert gut innerhalb eines Kontinents, auch mit spezialisierten Tiertransportunternehmen, die klimatisierte Fahrzeuge über lange Strecken fahren. Manche Fähr- und Kreuzfahrtrouten befördern Tiere in Kabinen oder Zwingern, was sich etwa für den Ärmelkanal oder transatlantische Überfahrten eignet. Umzugsunternehmen können außerdem über ein Land umleiten, in dem die Richtlinie der Airline anders ausfällt. Passt nichts davon, ist ein Aufschub des Umzugs auf eine kühlere Jahreszeit eine legitime Option und kein Scheitern.